In der Regel sollte Windows 7 SSDs eigenständig erkennen. In meinem Fall war das aber nicht so und ich musste diverse Einstellungen, die der SSD schaden könnten eigenhändig ändern.
Folgende Webseiten waren dabei ziemlich hilfreich:
Zunächst habe ich sichergestellt, dass meine
Corsair P128 SSD CMFSSD-128GBG2D die aktuelle
Firmware Version 19C1Q besitzt. (Das tat sie schon von Anfang an, daher musste ich hier nichts mehr ändern.)
Das ist sehr wichtig, denn nur diese Firmware unterstützt vollständig den
Trim-Befehl.
Ohne diesen Befehl würde die Geschwindigkeit nach einiger Zeit nachlassen und den ganzen SSD-Effekt zunichtemachen.
Weitere Informationen zum Trim-Befehl:
Wichtig ist in erster Linie, dass man keine SATA-Treiber des Herstellers benutzt, sondern die Standard-Treiber von Microsoft verwendet, die in Windows 7 enthalten sind. (Bisher können nur diese den Trim-Befehl wirklich umsetzen.)
Folgende Dinge habe ich nun in Windows 7 geändert um das Betriebssystem SSD-tauglich zu machen:
- Defragmentierung ausgeschaltet (die andere HDD werde ich selbstverständlich noch manuell defragmentieren)
- Prefetch deaktiviert
- Superfetch deaktiviert
- Indizierung/Indexdienst deaktiviert
- Energiespareinstellungen verändert, sodass die SSD nicht abgeschaltet wird
- Ruhezustand deaktiviert (nicht unbedingt notwendig, aber finde ich persönlich nicht so praktisch)
- Systemwiederherstellung deaktiviert (meiner Meinung nach nur unnötige Schreibzugriffe und verschwendeter Speicher)
- Firefox Cache in den RAM verlegt
Wie man das alles umsetzt, kann man in den oben genannten Links nachlesen.
Egal was manche Webseiten behaupten: Man kann nicht genau überprüfen, ob Trim aktiviert ist. (Auch die fsutil-Abfrage bringt keine vollständige Sicherheit)
Man kann nur die Geschwindigkeit der SSD zum Kaufdatum testen (z.B. mit
CrystalDiskMark) und zwischendurch prüfen, ob sie nicht nachgelassen hat.
Mein Fazit: Eine SSD ist eine unglaublich spürbare Geschwindigkeitserhöhung! Es ist nicht zu fassen, wie stark z.B. die Ladezeiten in Spielen reduziert werden. In Fallout 3 verlasse ich beispielsweise eine Stadt und bin innerhalb von 1-2 Sekunden in der Außenwelt. Eigentlich bin ich da viel höhere Ladezeiten gewohnt, wodurch mir der Unterschied besonders deutlich wird.