Direkt nachdem ich über das komfortable Backup via TimeMachine auf dem NAS
berichtet habe, machte ich mich ans Werk das Ganze einzurichten. Die
simple Lösung, die ich gefunden hatte, um das alte Backup auf den Netzwerkspeicher zu bekommen, funktionierte anfangs wirklich gut.
Den Kopiervorgang habe ich mit
SuperDuper! durchgeführt (und gleichzeitig gehofft, dass das Programm vielleicht ganz effizient via Block Copy arbeitet). Dafür habe ich das NAS direkt mit einem sehr kurzen Ethernet-Kabel (50cm) an das MacBook angeschlossen, um den Geräten eine Gigabit-Übertragung zu ermöglichen. (Mein Router schafft nur 100 MBit/s, daher ist die direkte Verbindung schneller.

)
Nach ein paar Stunden hat sich die Geschwindigkeit bei erträglichen 18MB/s eingependelt. Leider lag die Übertragungsrate am nächsten Morgen schon bei 6MB/s, fiel weiter auf
5,73MB/s und war am Abend dann bei
4MB/s.

Okay, 65% waren dann schon kopiert, daher habe ich ausgerechnet, dass das halt noch bis zum nächsten Morgen dauert bei 4MB/s. Am nächsten Morgen ist der Kopiervorgang dann eingefroren.
Nach 28 Stunden! Ein Hardreset des MacBooks war notwendig und danach konnte ich das unvollständige Sparsebundle wieder löschen. Es waren bereits 335GB von 390GB kopiert (86%).
Jetzt habe ich mir zwei Alternativen überlegt, um den Inhalt der externen USB-Festplatte (das alte TimeMachine-Volume) auf das NAS zu übertragen:
- Kopieren über das Festplattendienstprogramm von Mac OS, das Block Copy unterstützt.
- Vorteil: Block Copy ist schnell und sollte theoretisch die USB-Geschwindigkeit ganz gut ausnutzen.
- Vorteil: Das eigene Festplattendienstprogramm kann am besten mit den Attributen und Rechten der Dateien umgehen, sodass dort keine Probleme auftreten sollten.
- Nachteil: Umweg über das MacBook statt USB-HDD direkt an das NAS anzuschließen
- Nachteil: Kopiervorgang kann nur an einem Stück abgeschlossen werden.
- Anschließen der externen USB-Festplatte an das NAS und dann per SSH direkt in das lokale Sparsebundle kopieren mit dem Linuxbefehl "rsync -aHAX".
- Vorteil: Direkte Hardwarenähe und dadurch wahrscheinliche hohe Geschwindigkeit. (Kein Umweg über MacBook)
- Vorteil: Kopiervorgang kann unterbrochen und wieder aufgenommen werden, da rsync einfach bei der letzten Datei weitermacht. Dieser Aspekt ist mir nach den 28 vergebenen Kopierstunden fast am wichtigsten.

- Nachteil: Fraglich, ob rsync wirklich alle Attribute und Rechte der Dateien übernimmt, so wie Mac OS X das vorgesehen hat. Das Dateisystem auf dem NAS ist schließlich ext4 und nicht HFS+ Journaled.
Ich beginne mit Alternative 1 und schaue mal wie schnell es vorangeht. Ansonsten werde ich Alternative 2 probieren.