Viele aktuelle Begebenheiten haben mich zu diesen vielleicht recht philosophischen Gedanken gebracht... Hier ein kleiner geisteswissenschaftlicher Exkurs:
Es ist interessant, dass unser ganzes Leben, die ganze Welt und zwar täglich von Erinnerungen bestimmt wird. Um sich die Tragweite dieser Tatsache deutlich zu werden muss man sich nur einmal vorstellen, was wäre, wenn sich morgen niemand mehr an die Vorfälle von heute erinnern würde! Die festgehaltenen Erinnerungen in schriftlicher oder digitaler Form mit eingeschlossen... Was würde passieren? Irgendwie merkwürdig... Chaos.
Eine Begebenheit ist zum Beispiel der im Dezember verliehene
Physik-Nobelpreis für
Peter Grünberg im Sinne der Erinnerungs- bzw. Datenspeicherung auf Festplatten, da seine Entdeckung für die Festplattenentwicklung von ernormer Bedeutung war.
Auch der zum 1. Januar verabschiedete Gesetzesentwurf zur
Vorratsdatenspeicherung brachte mich auf diese Gedanken...
Erinnerungen begleiten uns ein Leben lang. Sie bestimmen unseren Alltag. Unser Gedächtnis kann trainiert werden und ist eigentlich medizinisch immer noch ein großes Rätsel... Ich habe mal gelesen, dass ein Mensch in seinem Leben ca. 300 MB Informationen in seinem Gedächtnis behält.
Datenspeicher sind heutzutage ein immer wichtigeres Thema... Momentan gibt es Festplatten mit bis zu einem Terabyte (1000 GiByte) Speicherplatz! Die Vorratsdatenspeicherung wird sicher auch einige Exabyte benötigen...
Die Erinnerung kann uns keiner nehmen ("Die Gedanken sind frei, kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger sie schießen..."). Sie sind nichts plastisches, greifbares oder anschauliches. Sie existieren für jeden Menschen persönlich.
Wissen basiert auf Erinnerung und ist der Schlüssel zum Erfolg. Schon früh wird einem Kind die Wichtigkeit von Wissen und dem Lernen klar gemacht.
Wer viel weiß ist immer im Vorteil -
Wissen ist Macht.