Das ist der Titel von dem Film, der gestern Abend im TV lief. ARD, 20:15 Uhr.
Es ging um einen Jungen, der fälschlicherweise als Amokläufer abgestempelt wurde.
Hier ein paar
Informationen.
Ich fand den Film wirklich gelungen. Die schwierige Thematik wurde gut aufgegriffen und nimmt direkt Bezug auf den in den Links beschriebenen Vorfall.
Die thematik ist insofern schwierig, als dass sie von vielen Seiten betrachtet werden kann. Die Vielschichtigkeit ist im Film vorallem durch die verschiedenen Blickwinkel und Einstellungen der involvierten Personen wiedergegeben.
Das Thema an sich kann man natürlich totreden. Man kann sich leicht in Vorurteilen, Stereotypen und Verallgemeinerungen verlaufen oder die Sache pseudo-wissenschaftlich betrachten und Fallbeispiele analysieren und vergleichen. Was bringt einem das aber, wenn niemand so ist wie der andere?
Um jetzt mal den prägnanten und extrem negativ konnotierten Begriff des "Killerspiels" einzubringen: Ich denke das Hauptproblem viele Politiker und Gegner der sogenannten "Killerspiele" ist, dass sie nicht verstehen wollen, dass man nicht alle über einen Kamm scheren kann. Es gibt so unendlich viele Faktoren, die letztendlich so einen Amoklauf auslösen, sodass im Endeffekt die besagten Spiele nur ein kleines Teil des gesamten Gewaltmosaiks darstellen. Ein generelles Verbot wäre unglaublich kontraproduktiv. "Verbotenes ist erst recht interessant, weil es verboten ist." Man kann noch so lange Gewaltkarrieren studieren, familiäre Hintergründe betrachten und psychoanalytische Verfahren durchführen: Es kann problemlos sein, dass jemand morgen einen Amoklauf durchführt, von dem man es niemals vermutet hätte.
Die Welt ist nicht schwarz-weiß!