1 Jahr NAS und Boxee-Box

QNAP TS-212 NAS Boxee Box

Bei all den Produkttests und neuen Anschaffungen in den Blogs lese ich Resümees oder Ergebnisse von Dauertests sehr gerne. Hier zeigt sich nämlich oft wie toll die Hardware dann schließlich war und wie der Alltagstest ausfällt.

Seit nunmehr einem Jahr benutze ich fast täglich die Boxee Box und das QNAP TS-212 NAS. Es ist definitiv Zeit für ein Fazit. ;)

Bei den unglaublich vielen Möglichkeiten, die das NAS und die Boxee-Box anbieten, fokussiere ich mich in diesem Beitrag natürlich nur auf die Funktionen, die ich am meisten verwendet habe.

Boxee-Box: Video-Streaming vom NAS
Anfangs habe ich noch mit der PS3 vom Twonky-Mediaserver des NAS Filme und Serien abgespielt. Aufgrund der spärlichen Codec-Unterstützung der PS3 war die Boxee-Box die perfekte Alternative. Alles klappt wie erwartet: Man kann die Ordnerstruktur der SMB- (Windows) oder AFP-Freigaben (Mac) des NAS problemlos durchsuchen. Bisher habe ich noch kein Format gefunden, das mir die Boxee-Box nicht angezeigt hätte. Es macht auch sehr viel Spaß mit dem intergrierten Browser oder der YouTube-App Videos zu schauen. Selbst eingebettete Videoplayer wie auf den Streaming-Plattformen der TV-Sender funktionieren ohne Probleme. Hält man sich an die Dateinamen-Konventionen der Boxee-Box, so kann diese sogar schicke Cover, Zusatzinformationen und Untertitel für Serien und Filme anzeigen.

Boxee-Box: AirPlay zum Streamen von Musik und Filmen vom iPhone
TV an, Boxee-Box an und kurz ein aufgenommenes Video sowie einige Fotos vom iPhone auf dem Fernseher zeigen – ein geniales Feature! Das klappt selbst mit HD-Videos erstaunlich gut und hat mich zu Beginn ehrlich gesagt ziemlich umgehauen. Ich hätte nicht erwartet, dass AirPlay ohne viel Konfiguration direkt einsatzbereit ist.

Es gibt übrigens ein nützliches Programm, das es erlaubt Musik vom iPhone (oder iPod touch) an einen Windows-Computer zu streamen: Shairport4w So kann ich sehr bequem bei meiner Freundin aus iTunes am MacBook meine Playlist laufen lassen oder ihr schnell ein Lied vom iPhone vorspielen. Das alles ohne großartig Dateien zu kopieren und direkt aus den Lautsprechern ihrer Stereoanlage, die am Windows-Rechner angeschlossen ist.

NAS: TimeMachine-Backup vom MacBook
Hach, welch ein Komfort. Wenn ich zu Hause arbeite werden stündlich Backups meiner Arbeit angelegt, die ich bei Bedarf durchsuchen kann. TimeMachine ist schon ziemlich gemütlich, aber in Kombination mit einem NAS wird das noch überboten. Keine externe Festplatte anschließen und keine verpasste Änderung, weil man nur unregelmäßig Backups erstellt hat.

Entweder habe ich die Funktion übersehen oder es ist nicht möglich: Schade, dass man nur ein TimeMachine-Volume anlegen kann auf dem NAS. Beim Wechsel von MacBook auf MacBook Pro hätte ich zwei parallele Backupspeicher gut gebrauchen können. (So musste ich wieder eine externe Festplatte nutzen. ;) )

Ein kleiner Wermutstropfen: Momentan habe ich das bekannte Problem, dass TimeMachine mir ein neues Komplett-Backup aufzwingen möchte. Daran arbeite ich momentan und werde davon in einem weiteren Blog-Eintrag berichten. (Nachtrag: TimeMachine-Problem)

NAS: Allgemeiner Backupspeicher für alle weiteren Daten
Einzelne Ordner, die mir zu groß für das TimeMachine-Backup sind, synchronisiere ich regelmäßig manuell mit dem NAS. Das funktioniert auch sehr einfach, da ich dafür das Netzlaufwerk öffne und den folgenden Konsolenbefehl verwende:

rsync -acv --delete --exclude ".DS_Store" --stats "/Users/Flo/SourceFolder/" "/Volumes/Backup/TargetFolder/"

So werden alle geänderten Dateien (".DS_Store"-Meta-Dateien ausgeschlossen) vom MacBook auf das NAS kopiert. Man muss sich keine Gedanken machen welche Dateien man zuletzt geändert hat und ein zusätzliches Programm ist auch nicht nötig.

Fazit
Backup und Media-Streaming sind meine zwei Hauptanwendungsfälle, die diese geniale Technik-Kombination wirklich grandios unterstützt. Eine zentrale Datenverwaltung erleichtert viele Dinge erheblich, da man sich um USB-Sticks und externe Festplatten keinen Kopf mehr machen muss. Früher habe ich einzelne Videos von meinem PC auf die Festplatte der PS3 kopiert, jetzt landet alles sofort auf dem NAS und kann ganz einfach mit der Boxee-Box angesehen werden. Auch für das Backup via TimeMachine hatte ich früher eine einzelne externe Festplatte. Jetzt brauche ich nur noch Netzwerkzugriff und schon kann ich über Ethernetkabel oder WLAN inkrementelle Backups führen.

Ergo: Das NAS und die Boxee-Box bringen einen riesigen Komfort, an den man sich schnell und gerne gewöhnt. ;)

3 thoughts on “1 Jahr NAS und Boxee-Box

  1. Pingback: TimeMachine-Problem - brain.flush();

  2. Stephan

    Have you ever tried this command via terminal? defaults write com.apple.desktopservices DSDontWriteNetworkStores true After rebooting your Mac it prevents the OS from writing .DS_Store files to Network-Devices :)

    1. Flo Post author

      Hi Stephan!
      Yes, I activated this behaviour immediately after unboxing the MacBook Pro :) But you are right, this means I can safely remove the "--exclude ".DS_Store"" from the backup command! Thanks :)

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