Workflow beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten

Mein Projektseminar habe ich mit TeXmaker geschrieben, was schon sehr komfortabel im Bezug auf die Literaturverwaltung und Gestaltung war. LaTeX nimmt einem da schon sehr viel Arbeit ab und sorgt für ein konsistentes Gesamtbild.

Ein Kommilitone hat in seinem Blog eine gute Anleitung für den Einstieg in LaTeX verfasst.

Viel interessanter fand ich allerdings den Beitrag über die LaTeX-Einbindung in Eclipse und sinnvolles Backup. In Kurzform: Er stellt die Einbindung von LaTeX in Eclipse vor, wie man elegant mit Dropbox für das Backup sorgt und gleichzeitig mit GIT eine Versionierung seiner Arbeit vornehmen kann.

Als Basis habe ich das Paket Eclipse Classic benutzt, da ich für die Java-Entwicklung eine separate Eclipse-Version verwende. Am Anfang aller LaTeX-Bemühungen sollte natürlich die Installation eines LaTeX-Paketes stehen, das für das Betriebssystem geeignet ist. Bei mir war das MacTeX, das übrigens einen sehr komfortablen Update-Mechanismus besitzt.

Zur Einbindung von LaTeX in Eclipse gibt es das Plug-In TeXlipse, das man ganz einfach zusammen mit der nützlichen Extension Bibsonomy über die Eclipse-Updatesite installieren kann (Menü "Help / Install new software..."). Gar nicht empfehlen kann ich den PDF-Viewer PDF4Eclipse, denn der konnte meine PDF mit eingebundenen Vektorgrafiken nur fehlerhaft darstellen. In Adobe Acrobat war dann alles wieder in Ordnung, weshalb ich nicht von einer beschädigten Datei ausgehe.

Dann muss man noch kurz sicherstellen, dass alles auf UTF-8 eingestellt ist, damit man keine Probleme mit Umlauten bekommt.

Außerdem muss man in den Eclipse-Einstellungen unter "Texlipse / Builder Settings" noch den Pfad zur lokalen LaTeX-Installation angeben (z.B. "/usr/local/texlive/2012/bin/x86_64-darwin/", damit alle Programme gefunden werden. Die Programme ps2pdf und dvipdf musste ich manuell eintragen. Die hat man aber schnell im Terminal via "which ps2pdf" gefunden. Bei mir waren sie beide in "/usr/local/bin/".

Manchmal klappt übrigens das Erstellen der PDF nicht, weil man die PATH-Variable noch in den TeXlipse-Einstellungen setzen muss.

Damit alles sicher gespeichert wird, muss der Workspace in ein Unterverzeichnis der Dropbox. Zusätzlich kann man noch das Eclipse-Plug-In EGit installieren und jedes Projekt versionieren. Das Repository dafür kann ganz einfach mit in den Projektordner und wird somit auch via Dropbox synchronisiert und gesichert.

So, dann legt mal los mit LaTeX! :eek3: Zugegeben ist der Einstieg in LaTeX nicht einfach, aber er lohnt sich definitiv. :)

8 thoughts on “Workflow beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten

  1. Pingback: Eclipse-Workspace in der Dropbox - brain.flush();

  2. Pingback: LaTeX-Problem: TeXlipse und Biber | brain.flush();

  3. Pingback: Connecting Zotero and Evernote | brain.flush();

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *